kultur 

War Alsleben mal ein Weinanbaugebiet?

Zwölf Siedlungen ausgetauscht

Als Kaiser Otto II. am 22. Oktober 973 in Allstedt eine Urkunde über den Güteraustausch zwischen dem Kloster Fulda und dem Erzbistum Magdeburg signierte, wurden unter den zwölf Siedlungen (siehe Karte), die mit allen Rechten und Besitzungen, auch mit „vineis" (Weinpflanzüngen), an Magdeburg übergingen, drei Orte genannt, die in unserer engsten Heimat liegen: Alsleben, Schackstedt und Purtin oder Pforte, bei Haus Zeitz gelegen und wüst gefallen. Maßgebend war die erstmalige Erwähnung von Weinbau an der unteren Saale bei Alsleben sowohl weingärtnerisch als auch landschaftsprägend. Weinbau entwickelte sich Von da entwickelte sich der Weinbau am Unterlauf des Flusses in einer locker gereihten Kette von Ortschaften von Rothenburg im Süden über Könnern, Trebnitz, Alsleben, Strenznaundorf, Großwirschleben, Plötzkau, Gröna, Aderstedt, Bernburg, Waldau, Nienburg, Neugattersleben, Wedlitz bis nach Calbe im Norden. Aus lokaler Sicht könnte man mit einer nicht unberechtigten Genugtung sagen: In unserer Heimat erblühte rund ein Vierteljahrhundert früher die Rebe als in den zu Recht hoch gelobten Weinorten an der mittleren Saale und der Unstrut wie Naumburg, Kloster Pforte und Freyburg.

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Erstellt: 11.09.2015
Geändert: 11.09.2015
Artikel-ID: 21