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Alslebener Freibad Sp├Ąte Rasensaat erfordert Geduld

08.05.2017 23:22:42 | Torsten Adam

Das kühle Frühlingswetter hat bislang keine allzu großen Erwartungen an einen frühen Start in die Schwimmbad-Saison geweckt. Das spielt den Alslebenern durchaus in die Karten, wenngleich seit gut einem Monat rund um die Badeanstalt am Theodor-Siebert-Platz geschäftiges Treiben herrscht. Und das wird noch eine Zeit lang so bleiben, sind doch nach der provisorischen Wiederinbetriebnahme des Freibades nach der Flutschadenbeseitigung im Sommer 2016 noch einige Arbeiten zu erledigen.

Farbe im Becken abgeplatzt

Auch im Rahmen der Gewährleistung. Im Becken ist die blaue Farbe nämlich an vielen Stellen abgeplatzt. „Wir verhandeln noch mit der Firma, nächste Woche soll gepinselt werden“, gibt Bürgermeister Reinhard Schinke (CDU) aktuelle Auskunft. Die schnelle Instandsetzung des Beckens direkt nach der Überschwemmungskatastrophe vor vier Jahren mit Unterstützung der 90 000 Euro des MZ-Vereins „Wir helfen“ sei das A und O für den Fortbestand des Freibades gewesen, „sonst wäre ein Totalverlust die Folge“ gewesen.
Laufen die Malerarbeiten wie geplant, werde es drei, vier Tage dauern, das Becken mit Wasser zu füllen. Dann muss es noch zehn Tage durch die Anlage zirkulieren, ehe die abschließende Überprüfung und Genehmigung durch das Kreisgesundheitsamt die Sig-nale für den Badebetrieb auf Grün stellt. Schinke rechnet damit, dass die Saison Ende Mai/ Anfang Juni starten kann. „Pfingsten ist ein erstrebenswertes Ziel, vorausgesetzt das Wetter spielt auch mit“, blickt das Stadtoberhaupt voraus.
Die Besucher werden sich dann aber auf Einschränkungen gefasst machen müssen. Die Gestaltung des gesamten unteren Bereiches auf dem 7500 Quadratmeter großen Areal hat erst Ende März begonnen, hier ist noch kein Rasen angesät. So wird es noch mehrere Wochen dauern, bis das Grün betretbar und beliegbar ist. Die Badegäste müssen sich solange auf den gepflasterten Flächen von der Sonne trocknen lassen.
Nicht ganz fertig wird zum Saisonstart die Imbissgaststätte, wo noch der Innenausbau ansteht und eine kleine Sonnenterrasse zu pflastern ist. Der Sand auf dem Beachvolleyballplatz ist ausgetauscht, zwei Tischtennis-Platten werden noch aufgestellt, eine Spielgerätekombination wird im Juni geliefert.

Kein „Schneefall“ mehr

Ein Ärgernis für die Badbesucher ist beseitigt - der lästige Pappelsamen. „Der Schwimmmeister musste alle drei Stunden die Filter säubern“, ist Schinke froh, den Dreck durch die Fällung der sechs Bäume los zu sein. Die Genehmigung zur Beseitigung der Pappeln wurde aber nicht deswegen erteilt, sondern aus Sicherheitsgründen. „Die Pappeln sind 70 bis 80 Jahre alt gewesen, die Stämme waren hohl, immer wieder kamen morsche Äste herunter“, erklärt der Bürgermeister. Die Ersatzpflanzung ist bereits erledigt. Nun sollen auf dem Gelände zwölf Platanen gedeihen. Im Abstand von einem Meter zur Umfriedung ist auch eine Hecke angepflanzt worden. Bis diese in ein paar Jahren herangewachsen ist, versperrt ein Sichtschutzstreifen am Zaun den Blick von außen auf die Badegäste. Im vorderen Bereich ist die Umzäunung noch zu setzen. Ist alles fertig, werden mehr als 1,2 Millionen Euro Fluthilfegelder verbaut sein. Hinzu kommen noch stattliche Sponsorengelder. „Wir sind sehr glücklich, dass das Land dieses Hilfsprogramm aufgelegt hat“, wüsste Schinke sonst nicht, wie die Saalestadt sonst die Beseitigung der vielfältigen Hochwasserschäden hätte stemmen sollen. Und er lobt auch die unbürokratische Unterstützung seitens des Landes, wodurch auch in Erstanträgen nicht bedachte Notwendigkeiten wie etwa die beiden Technikgaragen für den Schwimmmeister nachträglich noch möglich wurden.

(mz) – Quelle: http://www.mz-web.de/26849414 ©2017