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Ideen für Marktplatz in Alsleben Wasserspiele, Mühlstein oder Ankerketten?

23.02.2017 00:00:00 | Andreas Braun

Markt

Zwei wichtige innerstädtische Vorhaben hat der Alslebener Stadtrat am Montag auf seiner Sitzung angeschoben. Dabei sind beide in sehr unterschiedlichen Stadien.

Zum einen geht es um die Gestaltung des Marktplatzes. Das heißt, eigentlich um die Komplettierung. Denn zwei Abschnitte des Marktes wurden schon vor über 15 Jahren umgestaltet. Nur die Mittelfläche blieb übrig. „Wir hatten in den ganzen Jahren kein Geld. Es ist schade, dass es so lange gedauert hat, aber nun können wir es angehen“, freut sich CDU-Stadtrat Siegfried Westphal.

Mühlstein liegt auf dem Bauhof

Was letztendlich daraus werde, hänge sicher auch davon ab, was man ausgeben könne. Aber es gebe noch alte Ankerketten, einen Mühlstein oder es kommen eben doch Wasserspiele hin. Ein Ort des Verweilens soll es werden. Die Ankerketten, sagt Bürgermeister Reinhard Schinke (CDU), seien eigentlich für ein anderes Projekt vorgesehen, aber das müsse man sehen. Der Mühlstein liege schon eine Weile dort auf dem Bauhof. Organisiert hatte ihn Jürgen Reske (SPD-Fraktion) vor Jahren. Er habe ihn aus Grimma geholt. Der Stein erinnere an die Tradition von Alsleben als Mühlenstadt, was sie ja immer noch ist.

Denkbar sei auch, dass man einen Schiffsbug oder Ähnliches mit integriere. Schließlich sei es ja die Schifferstadt Alsleben. Der Ideen gibt es viele. Nun sollen sie zu Papier gebracht werden, darüber waren sich alle Ratsmitglieder einig. Als Rahmen sind die Anlage einer Ruhefläche vor dem Gebäude Burgstraße 35, der Bau eines Brunnens und die Einarbeitung des Stadtwappens in die Pflasterung abgesteckt. Im Haushalt für 2017 sind dafür 190 000 Euro eingestellt.

Der zweite wesentliche Punkt, der zur Aufwertung des Innenstadtbereiches ins Auge gefasst wird, ist der Neumarkt. Es ist der einstige Standort von Lagerhallen der Saalemühle, wo gerade die alten Anlagen durch das Unternehmen abgerissen werden.

Planungsbüro soll Konzept erarbeiten

Hier soll zunächst lediglich ein Büro beauftragt werden, um ein Konzept zu erarbeiten. Die Fläche soll eine zentrale Rolle erhalten, und mit dem Konzept sollen EU-Mittel für den Zeitraum bis 2020 beantragt werden. Die Freifläche soll Stadt und Fluss miteinander verbinden und als Freizeitfläche angelegt werden. Auch die alte Spundwand könnte, so es möglich ist, zum Teil saniert und zum Teil abgerissen und durch eine Treppe ersetzt werden.

Oliver Willms (CDU-Fraktion) und Jürgen Reske hatten zunächst Bedenken, dass man mit dem Beschluss schon zu viel Kontrolle abgebe. Das heißt, dass man nach der Planung keinen Einfluss mehr habe, um Änderungen vorzunehmen. Doch konnte Verbandsgemeindebürgermeister Jan Ochmann die Bedenken zerstreuen. Es werde vor Einreichen des Fördermittelantrages alles noch einmal durch den Stadtrat gehen. (mz)

Von: Andreas Braun – Quelle: http://www.mz-web.de/25785858 ©2017